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So findest du die ideale Küchenform
Die Frage nach der idealen Küchenform steht am Anfang jeder Küchenplanung. Soll es eine Küchenzeile sein oder doch eher eine Küche mit Kochinsel? Ist eine L-Küche die richtige Wahl oder reicht eine simple Einbauküche? Dient die Küche als Treffpunkt oder nur der Essenszubereitung? Und wie sieht es mit dem Stauraum aus? Du siehst: Die ideale Küche ist mehr als eine reine Formsache. Welche Küchenform zu dir passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da wäre zum einen dein persönlicher Geschmack. Zum anderen spielen aber auch deine Lebensgewohnheiten und die Raumarchitektur eine entscheidende Rolle. Wir zeigen dir, welche Küchenformen es gibt und welche Fragen du dir vorab stellen solltest.
Mit fünf Fragen zur idealen Küchenform
Die ideale Küchenform spiegelt immer auch deine Kochgewohnheiten und deinen Lebensstil wider. Stell dir deshalb folgende Fragen, bevor du dich für eine Küchenform entscheidest:
- Ist deine neue Küche ein Ort des Zusammenkommens, wo gemeinsam gegessen und gekocht wird?
- Sind Küche und Essplatz voneinander getrennt und ist die Küche somit lediglich zum Kochen da?
- Ist das Kochen für dich eher nebensächlich oder verbringst du gerne und viel Zeit in der Küche?
- Kochst du lieber ungestört oder bevorzugst du eine offene Küche, um mit deiner Familie oder deinen Gästen während der Zubereitung kommunizieren zu können?
- Wie viel Stauraum braucht deine Küche?
Küchenform vs. Raumarchitektur
Die ideale Küchenform ist immer auch eine Frage der Raumarchitektur. So zeigt der Grundriss des Raumes bereits Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch Limitierungen auf. Sind Grundfläche und Platzverhältnisse begrenzt, kommen als Küchenform eine Küchenzeile, eine zweizeilige Küche oder eine L-Küche infrage. Eine Küche mit Kochinsel ist hier jedoch nur schwer oder gar nicht realisierbar, da diese Art der Küchenform viel Raum einnimmt und auch benötigt.
Die Küchenzeile und zweizeilige Küchenformen
Sowohl die Küchenzeile als auch die zweizeilige Küchenform eignen sich für kleine Räume. Sie sind besonders platzsparend und nutzen den vorhandenen Raum effizient aus. Beide Küchenformen können offen oder geschlossen gestaltet werden. Den nötigen Stauraum bieten Unterschränke, aber auch Hoch- und Hängeschränke sowie Apothekerauszüge. Je nach vorhandener Grundfläche lässt sich auch eine Kochinsel in eine einzeilige Küche integrieren. Demgegenüber bietet die zweizeilige Küchenform mehr Stauraum und eine grössere Arbeitsfläche. Letztere kann auch als Kochinsel gestaltet werden. Wird die zweizeilige Küchenform in ein offenes Raumkonzept integriert, dient die zweite Küchenzeile gleichzeitig auch als Raumtrenner. Wichtig ist, dass sich zwischen den beiden Zeilen ein Mindestabstand von 120 cm befindet, um ein effizientes Arbeiten in der Küche zu ermöglichen.
Die L-Küche oder L wie Lieblingsform
Die L-Küche, Eckküche oder Winkelküche ist der Liebling unter den Küchenformen, denn sie lässt sich in nahezu jedes Raumkonzept integrieren. Küchen in L-Form bieten viel Stauraum, ausreichend Platz für Geräte wie Toaster, Kaffeemaschine oder Mikrowelle und reichlich Arbeitsfläche. Bei dieser Küchenform ist auch die Kombination mit einer Kücheninsel oder einem Esstisch möglich, sofern genügend Raumgrösse vorhanden ist (ab ca. 12 m2). Bei offenen oder halboffenen Räumen kann die L-Küche so gestaltet werden, dass eine Zeile in den Raum hineinragt und als Raumtrenner oder Esstheke dient.
Die U-Küche und die G-Küche: Für Familien und Vielkocher
Wer viel und gerne kocht, ist mit einer Küche in U-Form oder einer G-Küche bestens beraten – vorausgesetzt, es ist genügend Platz vorhanden. Für eine Küchenzeile in G-Form empfehlen wir eine Raumgrösse von mindestens 12 m². Eine U-Küche benötigt eine Raumbreite von mindestens 2,70 m. Bei beiden Küchenformen sollte ausserdem genügend Abstand zwischen den gegenüberliegenden Zeilen einberechnet werden (mindestens 2 m), damit du effizient und ergonomisch arbeiten kannst. Mit Hochschränken und Oberschränken nur an einer Wand oder an den Ecken vermeidest du ein Gefühl der Eingeengtheit. Sowohl die U-Küche als auch eine Küche in G-Form ermöglichen dir, eine freistehende Zeile als Küchenbar zu nutzen oder als Esstheke zu gestalten.
Küchen mit Insel oder Inselküche
Die allseits beliebten Küchen mit Insel finden vor allem in offenen Wohnräumen Anklang. Hier ist die Kücheninsel ein Raumtrenner und zugleich eine Verbindung zwischen Wohn- und Kochbereich. Da Inselküchen viel Platz benötigen, ist eine Raumgrösse von mindestens 15 m² nötig. Ist dies gegeben, kann in nahezu jede Küchenform eine Kücheninsel integriert werden. Davon ausgenommen ist einzig die G-Küche. Bei weniger Platz (ab mindestens 10 m²) lässt sich immerhin eine halbe Kücheninsel realisieren. Die Insel selbst kann mit einem Kochfeld und/oder einer Spüle ausgestattet werden, als reine Arbeitsfläche dienen oder als Kücheninsel mit Sitzgelegenheit gestaltet werden. So oder so sind hier neben den persönlichen Vorlieben auch die Strom- und Wasseranschlüsse entscheidend – diese solltest du bei der Planung einer Inselküche unbedingt berücksichtigen.